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Die Zeitleisten
Die obere Zeitleiste bezieht sich auf die Geschichte der Alten und Neuen Klaus.
Die untere Zeitleiste bezieht sich auf die Geschichte des jüdischen Hamburgs.
- 1680 Das älteste Hamburger Lehrhaus entsteht
- 1709 Das Lehrhaus wird für vier Klausner ausgestattet.
- 1740 Wirtschaftlicher Konkurs des alten Lehrhauses.
- 1754 Alte Klaus wird neu errichtet
- 1756 Neue Klaus wird gebaut und eingeweiht
- 1766 Das Kapital wird bei der Synagogengemeinde angelegt
- 1798 Vereinigung der Alten und Neuen Klaus
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19. Jahrhundert
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Frühes 20. Jahrhundert
- 1900 Gemeinde beschließt Umzug in den Grindel
- 1901 Rabbi Dr. Selig Pinchas Bamberger lehrt in Synagoge
- 1902 Koscherer Schlachterladen in der Rutschbahn 11
- 31. März 1903 Grundbucheintrag
- 1. April 1903 Kauf des Grundstücks Rutschbahn 11
- 1904 Semmy Engel mit Synagogen-Bau beauftragt
- ab 1905 Weitere Rabbis in der Gemeinde
- 13. Mai 1905 Genehmigung zum Bau der Synagoge in der Rutschbahn
- 28. September 1905 Einweihung der Synagoge
- 1910 Erweiterung um einen zweiten Lehrsaal
- 1910 Dr. Samuel Spitzer wird Oberrabbiner der DIG
- 1918 Rabbi Jaffé kommt aus Russland
- 1919 Gebäude in der Peterstraße 17a wird verkauft
- um 1924 Erwerb des Vorderhauses Rutschbahn 11
- 1929 Jacob Flörscheim wird 1. Vorsitzender
- 1932 Aron Auerbach wird 1. Vorsitzender
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Nationalsozialismus
- 1934 Joseph Rendsburg wird 1. Vorsitzender
- 1934 Oberrabbiner Dr. Samuel Spitzer stirbt
- 1936 Dr. Pinchas Bamberger stirbt
- 1937 Aufnahme einer zusätzlichen Hypothek
- 1938 Joseph Carlebach übernimmt
- 1938 Vorstand der Gemeinde schlägt Auswanderung vor
- 9. November 1938 Synagoge im Rahmen der Novemberpogrome teilweise zerstört
- 16. Dezember 1938 Vertrag über den Verkauf der Synagoge
- 5. Mai 1939 Genehmigung des Verkaufs durch Reichsstatthalter
- 6. Juli 1939 Grundbucheintrag Christensen/Knudsen GbR
- 13. September 1939 Befehl zur Beseitigung von »Ruinen jüdischer Kultusvereine«
- 19. Oktober 1939 Antwort der GeStaPo-Leitstelle Hamburg
- 8. Oktober 1940 Überlassungsvertrag zwischen Knudsen und Christensen
- 9. Januar 1941 Klage gegen Christensen
- 1942 Alte und Neue Klaus wird zwangseingegliedert
- 1945 Synagoge weist nur geringe Schäden auf
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Nachkriegszeit
- 1947 Gerichtsverhandlung über die Zerstörung und Schändung der Synagoge in der Reichspogromnacht.
- 1948 Unternehmen Rutschbahn 11 wird blockiert
- 18. Oktober 1950 Hans Link als Treuhänder eingesetzt
- 10. November 1950 Rückerstattungssache läuft
- 2. Juni 1951 Zwangsverwaltung angeordnet wegen Zinsrückstand
- 1954 Verhandlung läuft
- 31. Dezember 1954 Beschluss zur Zurückerstattung der Rutschbahn 11
- 17. Januar 1955 Jewish Trust Corporation soll Grundstück bekommen
- 1956 Jewish Trust Corporation plant Verkauf
- seit 1. Januar 1956 Grundstück in Privatbesitz
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Vor dem 19. Jahrhundert
- 1558Die Hamburger Börse wird eröffnet.
- um 1577 Übersiedlung erster sephardischer Juden nach Hamburg
- 1611 Gründung der Deutsch-Israelitischen Gemeinde
- 1611 Der Jüdische Friedhof Altona wird angelegt.
- 1612 Rund 125 sephardische Juden leben in Hamburg
- 1619Hamburg ist die größte Stadt Deutschlands.
- 1621 Aschkenasische Juden nachweisbar
- ab 1627 Flucht Altonaer Juden nach Hamburg
- 1648 Gründung der Portugiesisch-jüdischen Gemeinde
- 1650 Juden die private Religionsausübung erlaubt
- 1652 Portugiesisch-jüdische Gemeinde heißt »Bet Israel«
- 1654 Gründung der Synagoge im Neuen Steinweg
- 1663 Rund 600 Sepharden leben in Hamburg
- 1669 Vereinigung der Gemeinden von Hamburg, Altona und Wandsbek
- 1671 Aschkenasische Juden vom Protektorat befreit.
- 2. Januar 1678Die erste deutsche Oper eröffnet am Gänsemarkt.
- 1688 Wandsbeker Juden in Hamburg nachweisbar
- 1697 Hohe jährliche Abgaben für Juden
- 1710 Kaiserlicher Erlass
- 1711 Einrichtung einer innerstädtischen Begräbnisstätte am Grindel
- um 1730 Antijüdische Tumulte in der Bevölkerung
- 1732 39 Schulen für deutsche Juden in Hamburg
- um 1750 858 aschkenasische Steuerzahler in Hamburg
- 1751 Hamburger Amulettenstreit zwischen den Rabbinern Emden und Eybeschütz
- 1767Die Hamburgische Entreprise (Nationaltheater) wird am Gänsemarkt eröffnet.
- 1783 Erste Schule für arme jüdische Knaben in Hamburg
- 1789 Erste Schule für arme jüdische Mädchen in Hamburg
- 1798 Errichtung von Wallichs Klaus in der Ersten Elbstraße
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19. Jahrhundert
- 1800 7.000 Juden leben in Hamburg
- 31. März 1805 Eröffnung der »Israelitischen Armenschule der Talmud«
- 1806 Beginn der französischen Besatzung Hamburgs
- 1810 Gründung der Levin Salomon Klaus
- 1813 Juden beteiligten sich an Maßnahmen gegen Napoleon
- 1813Belagerung durch den russischen General Bennigsen.
- 1815Hamburg tritt dem Deutschen Bund bei.
- 1819 Antijüdische Tumulte in der Bevölkerung
- 5. Mai 1842Im Großen Brand wird mehr als ein Viertel des damaligen Stadtgebietes zerstört.
- 1848 Volksversammlung für politische Gleichberechtigung
- März 1848 Beginn der Deutschen Revolution von 1848/49
- 1849 Politische Gleichberechtigung per Gesetz
- 1851 Talmud Tora Schule hat 230 Schüler
- 1857 Neubau der Talmud Tora Schule in den Kohlhöfen
- 1859 Erste gewählte Bürgerschaft tritt zusammen
- 1859 Einweihung der Kohlhöfen-Synagoge.
- 1860 Hamburger Verfassung sichert Juden Gleichstellung
- 1860 Hamburger Torsperre wird aufgehoben
- 1865 Wegfall der Zölle zu den Stadtnahen Gebieten
- 1867Hamburg wird Mitglied des Norddeutschen Bundes.
- 1869 Talmud Tore Schule hat 368 Schüler
- 1870 Talmud Tora Schule als höhere Bürgerschule
- 1871 4,1% der Hamburger Bevölkerung sind Juden
- 1885 Die Hamburger Juden beginnen aus der Neustadt nach Harvestehude und Rotherbaum überzusiedeln.
- 1890 Erster politisch organisierter Antisemitismus
- 25. Juli 1890 erste genehmigte antisemitsche Versammlung
- 1891 Die erste jüdische Zeitung Hamburgs erscheint
- 1892Choleraepidemie mit über 8.000 Toten
- 1893 Antisemitscher Wahlverein erhält 8014 Wählerstimmen
- 1893 Gründung des Central-Vereins
- 1893 Gründung israelitischer höherer Mädchenschule
- 1895 Es leben 16.672 Juden in Hamburg
- 15. August 1895 Einweihung der Neuen Dammtor Synagoge
- 1899 Umzug der Israelitischen Höheren Mädchenschule
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Frühes 20. Jahrhundert
- 22. Oktober 1903 Grundsteinlegung Logenheim der Henry-Jones-Loge
- 1906 Fertigstellung der Hauptsynagoge am Bornplatz
- 1907 Synagoge beantragt Zulassung als jüdischer Kultusverband
- 1909 Erster Zionistenkongress in Hamburg
- 1909 Grindelfriedhof wird geschlossen
- 1910 Einwohnerzahl Hamburg verdreifacht sich
- Januar 1910 Moritz M. Warburg stirbt
- 20. Dezember 1911 Einweihung der neuen Talmud-Tora-Schule
- 1912 Dammtor Synagoge als Verein anerkannt
- Herbst 1914 jüdische Männer zur Kriegsteilnahme aufgerufen
- 1. August 1914 Ausbruch des 1. Weltkrieges
- Oktober 1916 Die Judenstatistik
- November 1918 Novemberrevolution
- 11. November 1918 Ende des 1. Weltkrieges
- 1919 Gründung der Universität Hamburg
- 1919 DIG ruft Gläubige zur Vorsicht auf
- 1921 Joseph Carlebach wird Rektor
- 15. Dezember 1922 Verbot der NSDAP
- 1923 Dr. Paul Holzer wird Rabbiner
- 4. September 1924 Aufhebung des NSDAP Verbots
- 1925 Zahl der Juden in Hamburgs erreicht Höhepunkt
- 1925 Gründung einer neuen NSDAP-Ortsgruppe
- 29. September 1927 Wiedereröffnung der Dammtor Synagoge
- 1928 DIG gibt 30% des Etats für Schulwesen aus
- 1929 Jude wird Rektor einer deutschen Universität
- 1929 Dr. Italiener wird Rabbiner
- ab 1930 Immer häufiger nächtliche Überfälle auf Juden
- Winter 1930 DIG berät über Abwehr gegen Antisemitismus
- 11. Oktober 1930 Grundsteinlegung für den Tempel Oberstraße
- 30. August 1931 Einweihung des Tempels Oberstraße
- 18. Oktober 1931 DIG warnt vor Zusammenstößen mit Antisemiten
- 13. April 1932 Pressebericht gegen antisemitsche Vorurteile
- 24. April 1932 NSDAP stärkste Partei in Bürgerschaft
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Nationalsozialismus
- 1933 Es leben rund 17.000 Juden in Hamburg
- 30. Januar 1933 Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler
- 16. Februar 1933 Fackelzug der Nationalsozialisten durch Hamburg
- 5. März 1933 Reichstagswahl – Hakenkreuze im Grindelviertel
- 8. März 1933 Nationalsozialisten im Hamburger Senat
- 1. April 1933 Erste Boykotte jüdischer Geschäfte
- 7. April 1933 Missliebige jüdische Beamte können aus dem öffentlich Dienst entfernt werden.
- 16. Juni 1933 ca. 500.000 Juden (0,77%) leben in Deutschland
- 1934 Abriss der Kohlhöfen-Synagoge.
- 1934 Nationalsozialist Tügel wird Bischof
- 12. Januar 1934Gründung des Jüdischen Kulturbunds
- 14. März 1935 Einweihung der Esnoga der Portugiesisch-jüdischen Gemeinde
- 4. April 1935 Entfernung von Inschrift und Davidstern gefordert
- 22. Mai 1935 Laut Polizei keine Handhabe für Entfernung
- 15. September 1935 Nürnberger Gesetze treten in Kraft
- 1936 Amtseinführung von Joseph Carlebach
- 21. Oktober 1936 Centralverein wird umbenannt
- 1937 Im Zeitraum von 1933 bis 1937 sind ca. 5.000 Juden aus Hamburg ins Ausland emigiriert.
- Sommer 1937 Aufhebung des Grindelfriedhofs
- 1. Januar 1938 Zwangsgründung des Jüdischen Religionsverbandes
- 9. Januar 1938Eröffnung des Jüdischen Gemeinschaftshauses in der Hartungstraße.
- 26. April 1938 Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden
- 27. Oktober 1938Abschiebung und Ausbürgerung polnischer Juden
- 9. November 1938 Tempel Oberstraße stark beschädigt
- 10. November 1938 Verhaftung von Dr. Paul Holzer
- 10. November 1938 Brandanschläge und Schändung der Bornplatzsynagoge
- 12. November 1938 Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben
- 2. Dezember 1938 Der erste Transport mit jüdischen Kindern trifft in England ein.
- 3. Dezember 1938 Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens
- zum 31. Dezember 1938 Jüdische Handwerksbetriebe werden geschlossen
- 1939 Dr. Italiener emigriert nach England
- Anfang 1939 Der Centralverein wird zwangsweise aufgelöst
- 1939 DIG zum Grundstücksverkauf gezwungen
- 17. Februar 1939 Dammtor Synagoge wird instand gesetzt
- 1. April 1939Die Mädchenschule an der Carolinenstraße wird geschlossen.
- 14. Juli 1939 Synagoge am Bornplatz wird abgebrochen
- November 1939Die Talmud Tora Schule muss ihren Namen aufgeben und wird umbenannt.
- 1940 Auflösung von Hausgemeinschaften zwischen Juden und Nichtjuden
- Anfang 1940 Vertrag zwischen Religionsverband und portugiesisch-jüdischer Gemeinde
- 1941 Letzte Bestattung auf dem Friedhof Langenfelde
- 1941 Grundstück und Gebäude des Tempels Oberstraße vergütert
- September 1941Juden müssen einen gelben Stern zur Zwangskennzeichnung tragen
- 25. Oktober 1941 Beginn der Deportationen Hamburger Juden
- 6. Dezember 1941 Joseph Carlebach wird deportiert
- 1942 Jüdischer Religionsverband wird in RVJD integriert
- 1942 Friedhof Altona wird verkauft
- 1942 Zwangseingliederung des Tempelverbandes
- 1942 Die Nazis beschließen die Ausrottung der europäischen Juden.
- 26. März 1942 Oberrabbiner Joseph Carlebach stirbt
- 30. Juni 1942 Unterricht für jüdische Schüler verboten
- 1943 Zerstörung der Dammtor Synagoge
- 10. Juni 1943 Auflösung der Gemeinde Dammtor
- 24. Juli 1943Luftangriffe auf Hamburg mit ca. 35.000 Toten und 125.000 Verletzten.
- 1945 Dr. Paul Holzer kehrt zurück
- 1945 Die Jüdische Gemeinde Hamburg wird neu gegründet.
- 1945 Ende der Nazi-Herrschaft
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Nachrkiegszeit
- 1949 Gründung der Bundesrepublik Deutschland
- 1950 Ausbau des Tempelgebäudes Oberstraße
- Frühjahr 1950 Deutsche Behörden für Rückerstattungsverfahren zuständig
- 1951 Dr. Paul Holzer wird Oberrabbiner
- 1960 Einweihung der Synagoge an der Hohen Weide
- 9. November 1978 40. Jahrestag der Reichspogromnacht
- 9. November 1988 Einweihung der Gedenkanlage für die Bornplatz-Synagoge
- 1995 Einweihung eines Gedenksteins für die zerstörte Dammtor Synagoge
- 2004 Gründung der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hamburg
- 30. Juni 2004 Talmud-Tora-Schule wird übergeben
- 2007 Die jüdische Gemeinde zählt etwa 3.100 Mitglieder
- 10. Juni 2007 Neues Zentrum der Jüdischen Gemeinde
- 28. August 2007 Eröffnung der Joseph-Carlebach-Schule