Nach den Novemberpogromen entschließt sich die britische Regierung, jüdische Kinder aus Deutschland aufzunehmen, um sie vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu schützen.
Die Rettungskationen werden durch die jüdischen Gemeinden in Deutschland und durch ausländische Hilfsorganisationen wie das »World Movement for the Care of Children from Germany« organisiert. Etwa drei Wochen nach den Pogromen trifft der erste Kindertransport im südenglischen Hafen Harwich ein.
Zwischen Dezember 1938 und dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im September 1939 kommen auf diesem Weg fast 10.000 jüdische Mädchen und Jungen aus Deutschland nach England, darunter ca. 1.000 aus Hamburg. Nur die Kinder durften einreisen, die Eltern mussten in Deutschland bleiben und sahen in den meisten Fällen ihre Kinder nie wieder.